Nur ein Wunder kann S21 noch stoppen, hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann kürzlich im stern gesagt. Diese Worte des Grünen waren eine Kapitulationsansage an seine politischen Freunde, die ihn gewählt haben und immer noch auf ihn hoffen: dass seine grün-rote Regierung tatsächlich hilft, das heftig umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 zu stoppen. Noch immer demonstrieren in Stuttgart - oft mehrmals in der Woche - Tausende gegen S21. Ein Frieden ist nicht in Sicht.

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Kurzbeschreibung:  Arbeiten, die die Zentralisierung der Wasseraufbereitungsanlagen im Bereich östlich des bestehenden Bahnhofsgebäudes betreffen, dürfen vorerst nicht weitergeführt werden, soweit sie der Umsetzung der 5. Änderung des Planfeststellungsbeschlusses vom 28.01.2005 zum Umbau des Bahnknotens Stuttgart ("Projekt Stuttgart 21") dienen. Denn die am 22.07.2011 erhobene Anfechtungsklage des BUND gegen die 5. Planänderung hat aufschiebende Wirkung. Dies hat der 5. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) heute entschieden und einem entsprechenden Feststellungsantrag des BUND stattgegeben. Die Rechtmäßigkeit der 5. Planänderung war hingegen nicht Verfahrensgegenstand.

Die Deutsche Bahn geht offenbar von gestiegenen Kosten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 aus. So werde mit Mehrkosten von 370 Millionen Euro gerechnet, heißt es aus Konzernkreisen. Die Gesamtkosten blieben aber noch unter der Obergrenze von 4,5 Milliarden Euro. Was passiert, wenn diese überschritten werden, ist völlig unklar.

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Die Verbände aus der Region Karlsruhe, die gegen Stuttgart 21 sind, wollen den
„Wahlkampf“ zum Volksentscheid im November koordiniert führen. Das ist das Ergebnis
eines Treffens von Grünen aus Stadt und Landkreis Karlsruhe, Freien Wählern Karlsruhe,
dem Regionalverband des BUND, der Initiative „Baden gegen Stuttgart 21“ und dem
Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD).
088S21-Verbaende2011

Der Superbahnhof von Stuttgart

Das Projekt "Stuttgart 21", der Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, könnte zum Milliardengrab für die Steuerzahler werden, befürchten Experten. Der Bundesrechnungshof kritisiert eine Finanzierungslücke von fast 2,5 Milliarden Euro. Nach Recherchen von Frontal21 sind die Berechnungen der obersten Rechnungsprüfer den Verantwortlichen von "Stuttgart 21" bisher unbekannt.

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