Am Tag nach dem Referendum über Stuttgart 21 versuchen die Befürworter, den größtmöglichen Vorteil aus dem Abstimmungsergebnis zu holen, die Gegner bemühen sich um Schadensbegrenzung. Die CDU in Stuttgart fühlt sich als Sieger, aber die Bahn will nicht feiern. Und der grüne Ministerpräsident Kretschmann möchte jetzt "Gräben zuschütten". Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Liveblog von sueddeutsche.de.

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Stuttgart - Die Botschaft von Stuttgart-21-Befürwortern ist unmissverständlich: Die Tieferlegung des Hauptbahnhofs bringt Vorteile für die meisten Kommunen im Land; es könne keine Rede davon sein, dass andere Infrastrukturmaßnahmen deshalb gestrichen werden müssten. Keine Spur von "Staubsaugereffekt" oder "Kannibalisierung", betonen S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich und der Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube. Dies wird jetzt aber in Zweifel gezogen. Nach StZ-Informationen hat bereits 2003 die CDU/FDP-Landesregierung, um finanzielle Vorsorge für Stuttgart 21 zu treffen, Entscheidungen getroffen, die sich negativ auf investitionswillige Kommunen auswirken.

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Baden-Württembergs ehemaliger Ministerpräsident Oettinger soll Berechnungen von Landesbediensteten zurückgehalten haben, nach denen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 deutlich mehr Geld kosten würde. Man habe offenbar befürchtet, dass die zu den Bahnhofsbefürwortern gehörende SPD wegen der Kostensteigerung von dem Projekt abrücken könnte.

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Stuttgart - Die Baumfällungen im Schlossgarten für das Projekt Stuttgart 21 in der Nacht zum 1. Oktober 2010 haben ein Nachspiel. Über ein Jahr später hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag beim Amtsgericht den Erlass eines Strafbefehls gegen drei Projektbeteiligte beantragt. Ein Projektabschnittsleiter, ein Projektingenieur und ein Beauftragter für Umweltschutz sollen wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz Geldstrafen bezahlen.

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Pressemitteilung der Initiative “Baden unterstützt: Oben Bleiben! – Kein Stuttgart 21"
Am Samstag, 22. Oktober, startet das Bündnis „Ja zum Ausstieg, Region Karlsruhe“, und damit auch die Initiative “Baden unterstützt: Oben Bleiben! – Kein Stuttgart 21" als einer der Bündnispartner, mit einer großen Auftakt-Kundgebung auf dem Karlsruher Marktplatz die intensive Phase vor der Volksabstimmung über das Ausstiegsgesetz aus dem Projekt Stuttgart 21, die am 27. November stattfindet.

Ab 11 Uhr findet auf dem Marktplatz Karlsruhe eine Kundgebung statt, bei der als Rednerinnen Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund Baden-Württemberg und Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, sowie Gisela Splett, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Karlsruhe und Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, erwartet werden. Neben weiteren Redebeiträgen wird die Trommlergruppe „Lokomotive Stuttgart“ für musikalische Unterhaltung sorgen. Zudem können sich die interessierten Bürger am Infostand über die Folgen und Konsequenzen des Projektes Stuttgart 21 sowie die Alternativen informieren.