Wieder einmal ist das Bahnprojekt "Stuttgart 21" in der Kritik. Einem Medienbericht zufolge gibt es große Mängel beim Brandschutz. Die Fluchtwege sind offenbar zu lang und schmal. Die Konsequenzen könnten fatal sein.
Das Brandschutzkonzept für das Bahnprojekt "Stuttgart 21" weist einem Zeitungsbericht zufolge eklatante Mängel auf. Die Evakuierung des Tiefbahnhofs würde im Katastrophenfall viel zu lange dauern, berichtet die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Gutachten, das von der Deutschen Bahn selbst in Auftrag gegeben worden sei. Auch die Fluchtwege seien zu lang und zu schmal. Im Evakuierungsfall seien sogar Menschenleben gefährdet.
weiterlesen

Kurzbeschreibung:  Die vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassene 5. Änderung des Planfeststellungsbeschlusses vom 28.01.2005 betreffend die Umplanung des Grundwassermanagements für den Bau des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart ist rechtswidrig und nicht vollziehbar. Dies hat der 5. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg mit Urteil vom 15.12.2011 (Az: 5 S 2100/11) festgestellt und damit einer entsprechenden Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) stattgegeben. Dessen weitergehender Antrag, den Bescheid zur 5. Planänderung vom 30.04.2010 zur Gänze aufzuheben, ist hingegen ohne Erfolg geblieben, weil das Eisenbahn-Bundesamt die Möglichkeit hat, den festgestellten Mangel unter Beteiligung des BUND in einem ergänzenden Verfahren zu beheben.

Am Tag nach dem Referendum über Stuttgart 21 versuchen die Befürworter, den größtmöglichen Vorteil aus dem Abstimmungsergebnis zu holen, die Gegner bemühen sich um Schadensbegrenzung. Die CDU in Stuttgart fühlt sich als Sieger, aber die Bahn will nicht feiern. Und der grüne Ministerpräsident Kretschmann möchte jetzt "Gräben zuschütten". Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Liveblog von sueddeutsche.de.

weiterlesen

Stuttgart - Die Botschaft von Stuttgart-21-Befürwortern ist unmissverständlich: Die Tieferlegung des Hauptbahnhofs bringt Vorteile für die meisten Kommunen im Land; es könne keine Rede davon sein, dass andere Infrastrukturmaßnahmen deshalb gestrichen werden müssten. Keine Spur von "Staubsaugereffekt" oder "Kannibalisierung", betonen S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich und der Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube. Dies wird jetzt aber in Zweifel gezogen. Nach StZ-Informationen hat bereits 2003 die CDU/FDP-Landesregierung, um finanzielle Vorsorge für Stuttgart 21 zu treffen, Entscheidungen getroffen, die sich negativ auf investitionswillige Kommunen auswirken.

weiterlesen

Baden-Württembergs ehemaliger Ministerpräsident Oettinger soll Berechnungen von Landesbediensteten zurückgehalten haben, nach denen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 deutlich mehr Geld kosten würde. Man habe offenbar befürchtet, dass die zu den Bahnhofsbefürwortern gehörende SPD wegen der Kostensteigerung von dem Projekt abrücken könnte.

weiterlesen