Noch vor wenigen Tagen hatte Österreichs zweitgrößter Baukonzern erklärt, keine Finanznöte zu haben. In einer Pflichterklärung des Unternehmens heißt es nun, Alpine rechne mit erheblichen Verlusten für das laufende Geschäftsjahr. Seinen finanziellen Verbindlichkeiten könne Alpine jedoch nachkommen, heißt es weiter.

Der österreichische Baukonzern Alpine erwartet für das laufende Jahr rote Zahlen. "Entgegen den bisherigen Erwartungen der Emittentin würde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 vor allem aufgrund der Entwicklung bestimmter Projekte einen erheblichen Verlust aufweisen", teilte die Tochter der spanischen Baugruppe FCC in einer Pflichtveröffentlichung mit.

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Logo_ALPINE_4c_neu2Bilanz 2012 muss um bis zu 400 Millionen wertberichtigt werden - Verlust von 263 Millionen Euro erwartet

Salzburg - Der zweitgrößte heimische Baukonzern, die Alpine Bau GmbH, steckt offenbar in akuten Zahlungsschwierigkeiten. Bis Ende nächster Woche benötigt der Salzburger Baukonzern 31 Millionen Euro, um überhaupt weiterwirtschaften zu können, berichtete die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Profil" am Mittwoch unter Berufung auf ein internes Dossier. Eine offizielle Bestätigung des "Profil Online"-Berichts stand vom Konzern zunächst noch aus, ein Sprecher des Unternehmens kündige am Mittwoch gegenüber der APA aber ein offizielle Stellungnahme an.

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056kombi20110308Finanzierungsrisiken der Kombilösung waren von Anfang an bekannt

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion kritisiert die Äußerungen von Oberbürgermeister Fenrich, denen zufolge es sich bei der Vereinbarung zur Finanzierung der KASIG zwischen Stadt und Land nicht um eine Festbetragsfinanzierung handele. „Es ist mehrfach öffentlich belegt, dass eine Festbetragsfinanzierung vereinbart wurde“, so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. „Dies haben sowohl der damalige Ministerpräsident Oettinger beim ersten Spatenstich im April 2009 als auch verschiedene Landtagsabgeordnete, darunter der CDU, öffentlich geäußert, ohne dass hierzu Widerspruch von OB Fenrich kam.“

„Richtig ist auch, dass die Festbetragsvereinbarung einen Passus enthält, dem zufolge unabdingbare Mehrkosten nur im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten vom Land gefördert werden können“, ergänzt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Honné. „Die damals bereits mit der alten Landesregierung getrofFene Vereinbarung birgt erhebliche Finanzierungsrisiken für die KASIG und damit für die Stadt, worauf wir GRÜNEN auch immer wieder hingewiesen haben.“ Auch die ständige Behauptung von OB Fenrich, dieser Passus würde in allen Verträgen stehen, ändere nichts an dieser Tatsache.

Mit Sorge reagiert die GRÜNE Gemeinderatsfraktion auf die Nachricht, dass nur etwa 500 der auf insgesamt über 642 Millionen Euro geschätzten Baukosten für die Kombilösung durch Bund und Land förderfähig sind. „Da rollt eine riesige Kostenlawine auf die Stadt zu“, so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. „Wenn nur 500 Mio. Euro des Projektes förderfähig sind, bedeutet das für die Stadt zusätzliche Kosten in Höhe von über 40 Mio. Euro. Die Mehrkosten, die sich laufend durch die Schwierigkeiten im Bauablauf sowie durch technische und rechtliche Probleme ergeben, sind dabei noch gar nicht mit eingerechnet.“

... Karlsruher Bürger/innen müssen beteiligt werden

Die Tatsache, dass die Karlsruher City Initiative nun mit massiver Kritik an den Baustellen in der Innenstadt an die Öffentlichkeit getreten ist, ist für die LINKE im Gemeinderat ein alarmierendes Zeichen, da diese Dachorganisation Karlsruher Geschäftsleute bisher eher den Konsens mit der Stadtverwaltung gesucht habe.

„Ob man die U-Strab für richtig oder falsch hält: Niemand kann ein Interesse daran haben, wenn in der Karlsruher Innenstadt in ein paar Jahren nicht nur die Schienen unter der Erde liegen, sondern auch die Innenstadt am Boden", betonen Sabine Zürn und Niko Fostiropoulos von der LINKEN im Karlsruher Gemeinderat.

Deshalb fordert die LINKE ein Programm zur Sicherung der Innenstadt während der Bauzeit der U-Strab. „An diesem Programm müssen die Bürger/innen beteiligt werden. Diskussion und Beratung müssen öffentlich sein. Und auch Organisationen, die Bür-ger/inneninteressen vertreten wie soziale, Umwelt- und Kulturorganisationen müssen ihre Vorschläge einbringen können. Denn betroffen von den Zuständen in der Innenstadt sind zehntausende von Bürger/innen, nicht nur die, die dort einkaufen. Der Zugang zu Behörden, Ärzten, Kindertageseinrichtungen usw. wird derzeit zum Spießrutenlauf, zu Fuß, per ÖNPV und per Rad."

Nur so, ist die LINKE überzeugt, lässt sich ein Prozess für ein akzeptables Baustellen-management in der Innenstadt im Interesse aller Nutzer/innen dauerhaft installieren.