Presseerklärung des Vorsitzenden der Freien Wähler Karlsruhe zum Bericht v. 24.9.2011 „KASIG läuft die Zeit davon“

Freie Wähler haben kein Verständnis für die Befürwortung unbegrenzter Vergeudung durch den Aufsichtsrat der KASIG.

Der Kommentar des Tages mit der Überschrift „unbequeme Wahrheiten“ resümiert geradezu die Informationen aus der jüngsten Aufsichtsratssitzung-KASIG, wobei dringend darauf hingewiesen werden  muss, dass diese von den Freien Wählern vor und nach den Bauvergaben für den Tunnel regelmäßig  und warnend ausgesprochen wurden.
Und der Vorsitzende betont es erneut, dass die unzureichende Qualität des Managements und der Kostenermittlungen dieses riesigen Vorhabens zeitlich und finanziell noch weitere unbequeme Wahrheiten zeitigen werden.

Die KASIG hat noch nie in diesem Umfang und in dieser Kompliziertheit etwas geplant  oder gebaut. Die Verantwortlichen  der Verwaltungsspitze, die diese Baugruppe inthronisiert haben, sind dem Bürger und Steuerzahler schuldig, zu bekennen, dass die notwendige Erfahrung an entscheidender Stelle fehlt. Hier müssen neue Wege in Bezug auf die Bauteams beschritten werden und dies nicht nur durch Einschaltung von Juristen aus Frankfurt.

Es ist merkwürdig zu lesen, dass der für Planung, Organisation, Kosten und Vergaben verantwortlichen Manager der VBK/KASIG, sich in der Aufsichtsratssitzung über sich selbst beklagen : die Firmenwahl, die Verhandlungen, die Überprüfung der Auftragnehmer-Leistungen, die Leitung der Bautätigkeit  und natürlich auch das zeitige Reagieren auf Problemlagen sind die ureigensten Aufgaben von (Projekt) Managern. Sie haben die Pflicht, Schaden von der Stadt abzuwenden.

Es entsteht für den Vorsitzenden der Freien Wähler der tiefe Eindruck, als ob die befürwortenden Parteienvertreter im Aufsichtsrat nur ein Interesse hatten: Das Abnicken der Verschiebung aller Schuld auf den Auftragnehmer, um politisch Zeit zu gewinnen. Sie sitzen schließlich länger zusammen in einem leckgeschlagenen U-Strab-Boot.

Der Aufsichtsrat bestellt den Geschäftsführer und kontrolliert die Geschäftsführung.

Die Kontrolle, ob die bisherige Kooperation mit einem internationalen Unternehmen auch kompetent genug geführt wurde, ist freilich ausgeblieben. Sie würde ja die Frage nach der persönlichen Haftung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch des Managements aufwerfen.

Dragmanli hält es für unerhört, bei diesem „Riesenprojekt“ während des Rennes die Pferde zu wechseln und weitere Ersatzunternehmen für die Fortführung der Maßnahmen zu beauftragen. Das wird zwangsläufig zu viel größeren Verzögerungen und noch höheren Kosten führen. Diese Entscheidung, so meint er, kann unmöglich von kompetenter Hand abgesegnet sein. Jahrelange Streitigkeiten sind die Folge und der technische Zustand des Vorhabens während dieser rechtlichen Auseinandersetzungen mit Beweissicherungen etc., den wir vom Klinikum bereits kennen, wird selbst den eifrigsten Befürworter der U-Strab überraschen. Es ist aber bereits jetzt zu spät, Reue zu zeigen. Die U-Strab soll
kommen, koste sie was sie wolle und bis 2019 auch die Kriegsstraße umgebaut sein.

Die Freien Wähler haben kein Verständnis für die Befürwortung unbegrenzter Vergeudung durch den Aufsichtsrat der KASIG.

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Ferner erlaube ich mir Sie an unsere Veranstaltung am 6. Oktober 2011 zu erinnern und einzuladen
Detailinfos finden hier: http://www.buerger-fuer-karlsruhe.de/web/index.php?option=com_content&task=view&id=1196&Itemid=100001

Mit freundlichen Grüßen

Lars Dragmanli - Vorsitzender Freie Wähler Karlsruhe