Ende Januar legte der BUND ein Gutachten des Münchner Büros Vieregg vor, wonach das Betriebskonzept mit dem Straßenbahntunnel nur ohne Fahrgäste funktionieren würde. Das heutige Problem der dichten Taktung in der Kaiserstraße wird also lediglich tiefer gelegt. Warum gesteht man sich nicht endlich ein, dass die U-Strab absolut sinnfrei ist, wie es die Faktenlage immer mehr offenbart?

Der Erfolg des Karlsruher Nahverkehrs ist nicht von dem Nadelöhr Kaiserstraße, egal ob über oder unter der Erde abhängig. Im Gegenteil – sie ist die Achillesferse.

Kein schöner 65. Geburtstag für OB Fenrich. Bereits am Vortag traf das "Geschenk" des Regierungspräsidiums Karlsruhe ein. Die Kürzungen im Doppelhaushalt 2009/2010 sind nicht ausreichend. Schlimmer noch, OB Fenrich fehlen im Etat bis 2013 über 290 Millionen Euro. Diesen Schuldenberg hatte er in seiner Haushaltsrede zum Doppelhaushalt 2007/2008 angekündigt. 500 Millionen Euro waren für die nächsten 10 Jahre geplant, also bis 2017. Wie es scheint erreicht er sein selbst gesetztes Ziel aber schon viel früher. Den größten Klotz am Bein, die jährlich mehr als 13 Millionen Euro Defizit der Neuen Messe kann und will er nicht loswerden. Überhaupt zeigt er sich ziemlich Beratungs restistent. Den nächsten Klotz hat er gerade im Januar in die Wege geleitet . "Wir müssen alles auf den Prüfstand stellen", so Fenrich. Ob er auch damit auch die Kombilösung gemeint hat?

Rainer Maier

Leserbrief in den BNN veröffentlicht am 13.2.2010 unter dem Titel "Neuer Klotz am Bein"

Am 11.2.2010 in den BNN in leicht veränderter Form veröffentlichter
Leserbrief vom 3.2.2010 zu den BNN-Artikeln
"Zeitdruck könnte den Stadtbahntunnel verteuern" vom 19.01.2010 und
"Startschuss für die Zukunft Innenstadt" vom 22.1.2010.
 

Eine in den BNN nicht veröffentlichte Antwort auf den Leserbrief von Frau Kuntze vom 19.12.2009 zum Leserbrief "Vorsicht, Demokratie!" )

Wir Karlsruher sind einmalig! Unserem Gemeinderat und der Rathausspitze ist es immer gelungen, alles durchzusetzen. Ob mit oder gegen die Bürger. Wir haben doch nicht wie die Schweiz die Tradition der Volksentscheide. Leider. Ein Ansporn, sich von obrigkeitsstaatlichem Verhalten frei zu machen. 

Man liest und hört in letzter Zeit öfter, „man muss auch verlieren können", „... sollte ein guter Verlierer sein ..." - aber hier geht es doch nicht um Gewinnen und Verlieren oder um Sieg und Niederlage, es geht nicht um eine Art Wettkampf. Natürlich war es ein Sieg bzw. Gewinn, weit mehr als die erforderliche Anzahl der benötigten Unterschriften zusammenzubekommen, und wir haben uns mit Grund gefreut. Aber unser Anliegen war und ist, Schaden von unserer Stadt abzuwenden, und dies scheint nicht möglich zu sein.

So ist es auch unsinnig, von uns zu erwarten, den Tunnelbau aktiv, konstruktiv, kreativ „zu begleiten", oder, wie es am 7.1.2010 in den BNN hießt, uns für ihn „zu erwärmen", für diesen Tunnelbau, den wir aus vielen Gründen ablehnen.

Es geht uns bei dieser Ablehnung nicht nur um die finanzielle Seite, wie oft verkürzt zu lesen ist.