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Ein weiterer Grund der Unzufriedenheit sind die spärlichen Informationen, die man zum Bau erhält. Es entsteht der Eindruck, dass das Verhältnis der KASIG zum Baukonsortium nicht reibungslos ist. Das ist aber für die Stadt und die Baukosten von erheblicher Bedeutung. GRÜNE, Freie Wähler und LINKE als Kombi-Gegner haben diesbezüglich Rückfrage bei der Stadt gehalten. Um präzise Auskunft zu bekommen, muss die große Mehrheit des Gemeinderates als Befürworter der Kombilösung mit in das Boot gebracht werden. Ein Abtauchen wie bisher ist verantwortungslos. Die Bürger haben auch ein Recht, von der KASIG zu erfahren, wie hoch die Kosten sich nach zwei Jahren Bauzeit belaufen und ob Zuschüsse von Bund und Land erfolgt sind.

Noch immer gibt es kein grünes Licht aus Stuttgart für den Umbau der Kriegsstraße. Das kann so verstanden werden, dass man den Ausbau der Kriegsstraße nicht mehr will. Aus Kostengründen erscheint das auch plausibel. Der Ausbau der Kaiserstraße ist bereits zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden. Größere Belastungen der Bürger sind unzumutbar. Höhere Zuschüsse von Bund und Land unwahrscheinlich.

Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte weltweit führt zwangsweise zu drastischen Einsparmaßnahmen. Die Bürger bekommen das deutlich zu spüren. Die Konjunktur flaut ab, was zu erheblichen Gewerbesteuereinbrüchen führen wird, was schon bis Ende des Jahres eintreten wird. Für Karlsruhe mit seinem kostenträchtigen Großprojekt wird das in Zukunft im Haushalt zu größeren Problemen führen. Die Finanzierung der Kombilösung ist völlig unkalkulierbar geworden – auch schon ohne Kriegsstraße.

Walter Benz