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Die Verkehrsüberlegungen zur bisherigen Kombi-Lösung sind dabei in die Einzelverfahren U-Strab und Ausbau Kriegsstraße zu entkoppeln: in puncto Demokratie, Planung, Finanzen und Bautechnik. Keine Kombi-Lösung, denn es ist stark anzunehmen, dass nach Bau der U-Strab kein Geld für den Ausbau der Kriegsstraße verbleibt.

Die Kriegsstraße ist die städtebaulich entscheidende Entwicklungsachse für Karlsruhe, die vorrangig geplant und ausgebaut werden sollte zur Erweiterung und Entzerrung des Tram-/S-Bahnnetzes, für den Lärmschutz der Innenstadt, zum Abbau der Barrierewirkung zwischen Zentrum und den Stadtteilen und zur S-Bahn-Anbindung des Erhard-Boulevards mit neuer Südoststadt und Kulturmeile.

Erst danach ist eine Überprüfung der U-Strab-Variante sinnvoll. Dabei ist zu bedenken:

Neuer Bürgerentscheid

Der Bürgerentscheid 2002 hatte seinen Namen nicht verdient: damals gab es die Wahl zwischen U-Strab oder U-Strab mit Kriegsstraße = Kombi-Lösung. Unser Karlsruher OB wurde für diese unfaire und undemokratische Verknüpfung der Kombi-Lösung mit der Demokratie-Gurke abgestraft: "UnRecht. Karlsruhe"

Jetzt hätte das neue Stadtparlament, ein hoffentlich gereifter OB und die besser informierte Bürgerschaft die Möglichkeit, sich in Sachen U-Strab und Ausbau Kriegsstraße ernsthaft und wirklich demokratisch auseinanderzusetzen. "Mit Recht. Karlsruhe"

Petra Wicke-Schrietter
Belchenplatz 6