Freie Wähler Stadtrat Jürgen Wenzel ist erstaunt, dass wenn am 22. Juli unter TOP 13, dem Gemeinderat der Beteiligungsbericht über die Beteilungen der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbstständigen wirtschaftlichen Unternehmen und Stiftungen vorgelegt wird, dass immer deutlich werdende Kostenrisiko der Kombilösung bei der KASIG nicht abgebildet wird.

„Wir Freien Wähler vermissen eine aktuelle Risikobewertung für die Kostenentwicklung der Kombilösung. Vor allem was die Förderzusage der Fördergeber betrifft“, so Wenzel, der damit auf die aktuellen Aussagen des CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Groh reagiert.
 
Angenehm überrascht sind die Freien Wähler Karlsruhe in diesem Zusammenhang, einerseits über Sorgen, die sich Groh laut einer Pressemitteilung inzwischen bezüglich der Kostensteigerungen der Kombilösung macht. Erstaunlich sei dies deshalb, weil er als Mitglied des Petitionsausschusses ja auch dafür verantwortlich ist, dass Eingaben auch von den Freien Wählern hinsichtlich einer Offenlage der Kostenentwicklung abgeschmettert wurden. Jetzt erinnert er sich, dass eine Steigerung der Kosten nicht unmittelbar zu einer höheren Förderung führt und die Stadt auf den Mehrkosten sitzen bleiben wird. Die Freien Wähler sehen sich andererseits jetzt auch von Landesseite in ihren Befürchtungen bestätigt, dass auf die Stadt ein immenses Defizit zukommt. Das jetzt entstehende Delta von rund 500 Millionen Euro besteht nicht aus "Lohn- und Preissteigerungen", die vom Bund als förderfähig anerkannt würden, sondern sind die echten Bau-Kosten, die schon 2004, spätestens 2010 auf den Tisch und als Risikobewertung im Beteiligungsbericht berücksichtigt hätten werden müssen, mahnt Wenzel an, der erst kürzlich ein Rechtsgutachten hinsichtlich der Verantwortlichkeiten von KASIG und Aufsichtsorganen gefordert hatte.