Die Österreichischen Medien melden es. So titelt die Salzburger Nachrichten „Salzburger Baukonzern ALPINE muss Konkurs anmelden“.

 

„Diese Nachricht trifft uns nicht überraschend“, so Lars Dragmanli, der Vorsitzende der Freien Wähler Karlsruhe. Habe er nicht bereits Mitte Oktober des letzten Jahres gemeinsam mit dem damaligen OB-Kandidat der Freien Wähler, Stadtrat Jürgen Wenzelin eine r Pressemitteilung auf die drohende Insolvenz für das Firmenkonsortium „Alpine“ hingewiesen. Dragmanli, seines Zeichen Architekt und als ehemaliger Chef des Hochbauamtes mit solchen Situationen vertraut, hatte damals den Aufsichtsrat der KASIG dringend gewarnt und aufgefordert sich mit den möglichen Folgen einer Insolvenz der ALPINE auseinander zu setzen und die Karlsruher Öffentlichkeit über mögliche Szenarien und Folgen für die Stadt zu informieren. Denn bei einem Ausfall von ALPINE werden für den Auftraggeber unvermeidbare finanzielle und zeitliche Belastungen auftreten.

 

„Nun ist eingetreten, was sich bereits während meines OB-Wahlkampfes abgezeichnet hat“, so Stadtrat Wenzel. „Die ALPINE muss Konkurs anmelden. Ich hoffe aber, dass die mahnenden Worte der Freien Wähler vom Oktober des letzten Jahres nicht folgenlos an den Verantwortlichen der Kombilösung vorbeigegangen sind und entsprechende Krisenszenarien und B-Pläne erarbeitet wurden. Denn wenn es notwendig wird einen Ersatz-Auftragnehmer durch eine erneute Ausschreibung nach Europarecht zu finden, wird dies nicht ohne weitere Verzögerungen, Mehrkosten und der Gefährdung der Fertigstellung bis 2019 erfolgen.
 
Welche konkreten Folgen sehen OB Mentrup und die Verwaltung für die Stadt und die KASIG, wollen die Stadträte der Freien Wähler Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel noch im Laufe der Woche mit einer Eilanfrage beantwortet wissen.
 
Die Freien Wähler Karlsruhe haben nie einen Hehl aus Ihrer Ablehnung der ersten Komponente der Kombilösung, der Untertunnelung der Kaiserstraße, gemacht und diese als die größte finanzielle Fehlentscheidung der Stadtgeschichte bezeichnet.