„Die Techniker bei den Freien Wählern vermissen in der Tat von Anfang an ein intelligentes und transparentes Begleitsystem der Bauplanung und der Bauentwicklung der U-Strab bei der KASIG“ so der Vorsitzende der Freien Wähler Dipl. Ing. Lars Dragmanli. „Es stellt sich immer deutlicher heraus, dass dieses Großbauvorhaben blauäugig und ohne ein stringentes Informations- und Warnsystem begonnen wurde, das für jedes kleine Ingenieurbüro und jedes Bauamt in Karlsruhe eine Selbstverständlichkeit darstellt“ so Dragmanli weiter. 

 

Die KASIG müsste nicht so weit gehen und das amerikanische BIM-System von Dr. Ing. Teizer  übernehmen, sondern die bewährten  Regeln der Deutschen Projektsteuerung,  kompetente, von einem unabhängigen Projektsteuerer gegengecheckte Kosten- BE-rechnung, eine  realistische Terminplanung, eine von der KASIG unabhängige Risikoanalyse, Berichtswesen und regelmäßige Berichtspflicht vor dem Oberbürgermeister und eine Großbauvorhaben-erfahrene Kosten- und Terminsteuerung  einhalten.

 

„Ein Tunnel von mehreren Kilometern Länge unter bewohnten Stadtteilen ist kein technischer Spaziergang“ ergänzt Stadtrat Jürgen Wenzel, „wir Freien Wähler haben von Anfang an den Erfolg dieses Großprojektes unter den gegebenen Planungs- und Vergabebedingungen angezweifelt. Die Entwicklung  bestätigt unsere wiederholten Warnungen zur kostenmäßigen und organisatorischen Unbeherrschbarkeit des Vorhabens. Die versprochenen Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger in der Bauzeit waren bis dato nicht nur nicht einzuhalten, sie sind durch die Bauverzögerungen und die beschlossene zusätzliche Sperrung  der Kaiserstraße ins Gegenteil verkehrt worden. Wir warnen erneut  vor weiteren Belastungen und Einschränkungen„ sagt Wenzel, „und die „Hängebauchlösung“ der Kaiserstraßen-Sperrung werden wir sehr kritisch analysieren„.

 

Nach Meinung der Freien Wähler wäre eine Fremdvergabe der gesamten Projektsteuerung an eine unabhängige Ingenieurfirma die einzig richtige Entscheidung, um die notwendige Transparenz für den OB und den Gemeinderat zu verschaffen und damit die Förderung des Vorhabens nicht zu gefährden.