In einer gemeinsamen Presseerklärung der Stadträte und des Vorstandes der Freien Wähler Karlsruhe, zeigen sich diese empört über die hinter verschlossenen Türen vom KASIG-Aufsichtsrat und Oberbürgermeister beschlossene Sperrung der Kaiserstraße zwischen Kronenplatz und Marktplatz im Zusammenhang mit der Kombilösung, die sich im dritten Jahr mit offener Bauweise befindet.

 

Die Freien Wähler weisen darauf hin, dass den Bürgerinnen und Bürgern vor Baubeginn von den Verantwortlichen und der KASIG versprochen wurde, dass eine Kombination aus modernster Tunnelbohrtechnik und offener Bauweise dafür sorgt, dass die Beeinträchtigung durch Baustellen gerade in der Kaiserstraße so gering wie möglich wird. Selbst im Bereich der neuen unterirdischen Haltestellen sollte es höchstens für zwei Jahre einen teilweise offenen Baubereich geben. Die übrigen Arbeiten in der Kaiserstraße sollten sich weitestgehend unbemerkt von Anliegern, Geschäften und Fußgängern unter der Erde abspielen.

 

Lars Dragmanli Vorsitzender der Karlsruher Freien Wähler fragt: „Ist das die neue Transparenz? Wir hatten uns vom neuen Oberbürgermeister mehr Beteiligung der Bürger vor einer solch weitreichenden Entscheidung und die versprochene bessere Koordination der Baustellen zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern erwartet. Die Belastungen nehmen aber ganz im Gegenteil mit der Sperrung der Kaiserstraße zu statt ab!“

FW-Stadtrat Jürgen Wenzel geht sogar weiter und spricht von „Wortbruch“, denn laut KASIG sollten oberirdische Sperrungen lediglich auf der Stecke vom Marktplatz bis zum Ettlinger Tor geben. Von einen Abklemmen der östlichen Kaiserstraße war nie die Rede!

FW-Stadtrat Eduardo Mossuto betont, dass die Freien Wähler nicht mit der eingeschlagenen Vorgehensweise einverstanden sind, aber Verständnis dafür aufbringen müssen, die Abrechnung des Vorhabens der Kombilösung zum Stichtag 31.12.2019 und die damit zusammenhängenden Zuschüsse zu retten. Was auch beweist, dass diese beim bisherigen Baustellenmanagement gefährdet sind.

Die Freien Wähler werden die nun beschlossene Sperrung der östlichen Kaiserstraße kritisch beobachten und im Falle, dass ein Anbahnen eines Chaos oder "über das erträgliche Maß unzumutbare Belästigung der Anwohner und Einzelhändler eintritt" zeitnahe reagieren. Bis zur letzten Konsequenz – mit der Forderung der Rückgängigmachung dieser Sperrung!